Montag, 25. Dezember 2006
Die Zukunft des Online-Journalismus
Chris Anderson, Chefredaktor von "Wired", erklärt in seinem persönlichen Blog, wie er sich die Zukunft des Online-Journalismus vorstellt.
Dienstag, 12. Dezember 2006
Pressefreiheit in Russland
Bei der russischen Ausgabe des Wirtschaftsmagazins "Forbes", herausgegeben in Lizenz vom deutschen Axel-Springer-Verlag, ist seit der Dezember-Ausgabe der Teufel los. Eine kritische Geschichte über eine russische Unternehmerin, die zufälligerweise die Ehefrau des Moskauer Bürgermeisters ist, löste Klageandrohungen aus. Dies wiederum führte zu panischen Reaktionen in der deutschen Springer-Zentrale, berichtet Spiegel Online.
Montag, 11. Dezember 2006
Was will Aoun?
Was will Michel Aoun, Führer der libanesischen christlichen Maroniten, der sich mit dem schiitischen Hizbullah zusammengetan hat, um die Regierung des Sunniten Fouad Siniora zu stürzen, erreichen? Er will, schreibt der libanesische Blogger Tony Badran in der L.A. Times, Libanons nächster Präsident werden - und wird mit dieser Absicht scheitern.
Hochhäuser im Kriegsgebiet
Ein ausführlicher Bericht des Economist beleuchtet die Lage im Sudan, wo nicht nur der Darfur-Konflikt schwelt, sondern auch der Süden des Landes nach Unabhängigkeit und Kontrolle über den enormen Ölreichtum strebt.
Samstag, 9. Dezember 2006
Bio ist böse
Bio-Lebensmittel, Fairtrade- und lokale Produkte, zusammengefasst unter dem Begriff "ethical food", richten mehr Schaden an als sie nützen, schreibt der "Economist" in seiner aktuellen Ausgabe. Denn so ehrenwert die Ziele sind, die Systeme schaffen die falschen Anreize.
Freitag, 8. Dezember 2006
Der lange Tod der Zeitungen
Totgesagte leben länger. Das scheint zumindest auf die Zeitungsbranche zuzutreffen, deren heute viel diskutierte Krise schon vor Jahrzehnten diagnostiziert wurde, wie Edgar Schuler im Medienspiegel und Jack Shafer in Slate schreiben.
Mittwoch, 6. Dezember 2006
Entwicklungshilfe fördert Instabilität
Für einmal ein Hinweis auf das eigene Blatt: In der heutigen NZZ fasst Manuel Oechslin, Oberassistent am Institut für Empirische Wirtschaftsforschung der Universität Zürich, seine Studie zu Entwicklungshilfe und politischer Instabilität zusammen.
Entwicklungshilfe, so Oechslins Argument, kann das Empfängerland politisch instabil machen und somit negative Auswirkungen auf das langfristige Wirtschaftswachstum haben. Denn ein plötzlicher Anstieg der Staatseinnahmen durch die Hilfsleistungen erhöht auch die Pfründe, die eine Regierung (in Abwesenheit von checks und balances) verteilen kann. Dieser vergrösserte Honigtopf erhöht unmittelbar die Attraktivität eines Putsches. Und dies wiederum führt dazu, dass die herrschende Regierung, wenn sie der Bedrohung gewahr wird, keine langfristigen Investitionen mehr tätigt, sondern sich selber bedient, so lange sie noch kann.
Oechslin belegt seine These mit empirischen Daten aus Afrika in den letzten 20 Jahren. Er kommt zum Schluss, dass die Förderung des Technologietransfers (zum Beispiel über günstige Lizenzvergaben) einen positiveren Effekt auf das Wirtschaftswachstum der Empfängerländer hätte als staatliche Entwicklungshilfe.
Entwicklungshilfe, so Oechslins Argument, kann das Empfängerland politisch instabil machen und somit negative Auswirkungen auf das langfristige Wirtschaftswachstum haben. Denn ein plötzlicher Anstieg der Staatseinnahmen durch die Hilfsleistungen erhöht auch die Pfründe, die eine Regierung (in Abwesenheit von checks und balances) verteilen kann. Dieser vergrösserte Honigtopf erhöht unmittelbar die Attraktivität eines Putsches. Und dies wiederum führt dazu, dass die herrschende Regierung, wenn sie der Bedrohung gewahr wird, keine langfristigen Investitionen mehr tätigt, sondern sich selber bedient, so lange sie noch kann.
Oechslin belegt seine These mit empirischen Daten aus Afrika in den letzten 20 Jahren. Er kommt zum Schluss, dass die Förderung des Technologietransfers (zum Beispiel über günstige Lizenzvergaben) einen positiveren Effekt auf das Wirtschaftswachstum der Empfängerländer hätte als staatliche Entwicklungshilfe.
Dienstag, 5. Dezember 2006
Wird Indien verwestlicht?
Immer mehr Inder trinken Kaffee bei Starbucks, kaufen sich teure Markenkleider und sprechen Englisch anstatt einer Lokalsprache. Der zunehmende Wohlstand führt, so die Befürchtung von Traditionalisten, zu einer schleichenden Verwestlichung. Doch der Trend braucht nicht nur negativ zu sein, berichtet das "Echo der Zeit" in seinem Dossier vom Montag.
Intelligente aber taube Zwerge
Schön, wenn Kinder in die Fussstapfen ihrer Eltern treten. Weniger schön, wenn angehende Eltern mittels künstlicher Zeugung ihren Nachwuchs darauf zu programmieren versuchen. Noch weniger schön, wenn dabei Missbildungen wie Taubheit oder gar Kleinwuchs in Kauf genommen werden.
Die «New York Times» stützt sich in ihrem Artikel auf das Fachjournal «Fertility and Sterility».
Die «New York Times» stützt sich in ihrem Artikel auf das Fachjournal «Fertility and Sterility».
Tausend zu eins
Gilat Shalit scheint ein ganz besonderer Soldat zu sein. Er soll den Israeli mindestens 1000 palästinensische Gefangene wert sein. Bei der Freilassung des im Gazastreifen entführten israelischen Soldaten will Israel im Gegenzug mehrere hundert palästinensische Gefangene freilassen. Das meldet heute die israelische Tageszeitung «Haaretz» in ihrer Online-Ausgabe. Beim genauen Lesen des Artikels wird allerdings klar, dass es sich bei den Inhaftierten nicht um politische Gefangene handelt, sondern um Kleinkriminelle - darunter auch Frauen und Kinder.
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